Sebastian Huhnholz empfiehlt „Verrufener Fortschritt – verkanntes Jahrhundert“ von Jürgen Habermas

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00:00:12: Sebastian Hunholz, wir sprechen heute über einen Text von Jürgen Habermas aus dem Maiheft.

00:00:18: Mit dem zunächst mal wenig sagen.

00:00:21: ein Titel verrufener Fortschritt Verkanntes Jahrhundert zu Kritik an der Geschichtsphädosophie.

00:00:26: Normalerweise ist die Standardfrage zur Einleitung warum dieser Text kann man sich in diesem Fall fast deswegen sparen weil es allzu viele Gründe dafür gibt.

00:00:35: Es ist nun einmal ein ausgesprochen berühmter und oft kommentierter Text.

00:00:41: Vielleicht zunächst mal um was handelt es sich?

00:00:44: Es ist eine Dreierkritik, also drei Bücher werden rezensiert.

00:00:50: Augenscheinlich in Wirklichkeit wird eines nur kurz genannt, um die beiden anderen zu rahmen.

00:00:58: Was macht diesen Text heute noch lesenswert?

00:01:03: Also vielleicht kommen wir zu dem Titel, der gar nicht so unscheinbar ist und in einer bestimmten Strategie im Hintergrund auch später noch mal zurück.

00:01:13: Es handelt sich ganz zweifellos von dem was ich bisher kennengelernt habe um eine der bekanntesten und einflussreichsten Rezensionen.

00:01:22: wenn es eine Rezession ist das ist ja zugleich auch ein Rezensions-Essay Und das nimmt mehrere Textschichten über verschiedene Jahrzehnte an.

00:01:31: Also wir reden sozusagen jetzt über einen Originaltext, der dann aber gewisse Spuren hinterlässt.

00:01:39: und was diesen Text lesenswert macht ist aus meiner Perspektive, also heute noch lesens wert macht mindestens drei allein.

00:01:48: zum einen ist der Autor Jürgen Habermas zum damaligen Zeitpunkt noch nicht der Jürg-Habermas, den wir heute kennen.

00:01:59: Vereinfacht gesagt sind jetzt im Jahr neunzehntzig und nicht im Jahr sehnzehntezweiundsechzig.

00:02:06: das heißt der Strukturwandel der Öffentlichkeit ist noch nicht erschienen.

00:02:10: Aber das Buch, dass Habermas hier hauptsächlich bespricht.

00:02:14: Nämlich Reinhard Koseleks Dissertationen Kritik und Krise die in der new three fifty fertig vorlag aber in veränderter Form erst neunund fünfzig erscheint hätte er ebenfalls Strukturwandel der Öffentlichkeit heißen können.

00:02:27: Denn um vielleicht nicht spezifisch den Begriff, aber um die Frage was ist Öffentlichkeit unter Demokratisierungsbedingungen eigentlich?

00:02:37: Was kann sie sein und wo liegen ihre Defizite, ihre vielleicht auch aufklärerischen und aufgeklärten oder post-aufgeklärten Fallen.

00:02:48: Um diese Diskussion geht es.

00:02:54: mindestens hintergründig in Habermas Besprechungsabhandlungen auch.

00:03:01: Und dieses Thema ist nicht nur klassisch, sondern auch heute noch relevant.

00:03:06: Weil die Frage was es Öffentlichkeit?

00:03:08: Vielleicht auch das der Strukturwandel der Öffentlichkeitsbeschäftigt uns ja alle.

00:03:13: Stichwort Populismus können wir in den Raum werfen.

00:03:15: viele andere auch und könnten eigentlich auch nochmal darauf verweisen dass Habermas ja gerade noch so eine Art Spätnotiz zum Strukturwandel der Öffentlichkeit publiziert hat.

00:03:27: Das macht sicherlich auch jenseits der konkreten Frage, welche Bücher habe man es wie bespricht?

00:03:33: Die Thematisierung von Öffentlichkeit als Konzept und als Möglichkeitenraum heute noch relevant.

00:03:39: Es gibt aber eine zweite Dimension die ich stärker kontextualistisch interessant eigentlich sogar sehr faszinierend finde an diesem Text, nämlich rückblickend intellektuellen geschichtlich.

00:03:52: Könnte man annehmen oder den Eindruck gewinnen dass sich hier eine neue Generation, eine erste wirkliche bundesrepublikanische Generation der Bonner Republik die Bühne bereitet?

00:04:05: Habermas hat später selbst gesagt das er zu dem Zeitpunkt als er diesen Text schreibt indem er ja eher wieder journalistisch unterwegs ist und nicht so sehr wissenschaftlich Den Eindruck hatte, dass die begabtesten Köpfe dieser Generation von Koselek etwas älter.

00:04:22: Aber dieses Etwas-Elter macht den entscheidenden Unterschied.

00:04:25: weil es der Unterschied ist steckte ich in Uniform und war im Krieg oder war ich nur Flakhelfer?

00:04:31: und andere unter- und jungen Organisationen im Nationalsozialismus also war ich an denen beteiligt.

00:04:36: Also dieser minimale Altersunterschied von einigen Jahren macht für die beiden halt einen Unterschied.

00:04:41: und der etwas jüngere Habermas fürchtet dass die brillantesten Köpfe dieser Generation um Koselek in ein, wie Habermas das nennt Neukonservatives, neokonservatives.

00:04:54: Das heißt in dem Fall schmiedianisches und damit haben wir das Amphonterieble ja schon im Raum Lager abdriften und darauf will er hinweisen.

00:05:06: Und diese Furcht wenn man das erstmal so knapp fassen will ist auch nicht ganz ohne Rechtfertigung.

00:05:14: Das kann man vielleicht an ganz einfachen Beispielen erst mal festmachen.

00:05:18: Karl Schmidt schafft es mit einem großen Artikel in die Zeit, das löst einen Skandal aus.

00:05:24: Karl Schmitt ist hintergründig ein Berater, ein wissenschaftlicher Berater in seinem Kanton San Castellano und seinem Exil vieler junger-und alter Eliten.

00:05:36: der sich langsam konsolidierenden Bundesrepublik inszeniert sich als dieser stille Brater durchaus auch so halb öffentlich, in so einem Halb-Arkanum und damit ist wieder eine bestimmte Form von Öffentlichkeit und Möglichkeitenräumen von Öffentlichkeit adressiert.

00:05:58: Und vielleicht der letzte Punkt, der tatsächlich heute noch neben dieser reinen Intellektuellen und Kursgeschichte der alten Bundesrepublik, der sich konsolidierenden Bundesrepublieg relevant ist die Frage welche Bedeutung Schmitz, vielfältiges Werk für die Bundesrepublik.

00:06:18: Für ihre Verfassungsgeschichte, für ihre Öffentlichkeitsgeschichte und für ihre intellektuellen Geschichte hat ist bis heute ja nicht abgeräumt.

00:06:24: und das sehen wir an einem ganz simplen Umstand nämlich.

00:06:26: Wir begehen dieses Jahr den hundertsten Geburtstag von Reinhard Koselek und er isst wie ein neuerer Biograph zurecht sagt mit dem Vorwort dass er über Kritik und Krise schreibt hatte sich eigentlich selber eine Falle gestellt.

00:06:39: Er ist nicht reingetappt, er hat sich selber eine falle gestellt nämlich mit diesem Vorwort.

00:06:43: und dann spätestens mit dieser sehr einflussreichen Rezension von Jürgen Habermas wird Kritik und Krise nahezu ausschließlich durch die schmiedianische Brille gelesen.

00:06:53: Und Koselek war dann bis zu seinem Tod im Jahr zwei tausend sechs über vier Jahrzehnte damit beschäftigt.

00:06:59: das irgendwie zu versuchen richtigzustellen ist nie gelungen erst immer durch diese Spiegel an

00:07:05: der Zeitpunkt.

00:07:07: Karl-Schmidt und Ryan Kusellek oder Jupp

00:07:09: Habermas?

00:07:11: Habermassung, Kusella.

00:07:11: Die sind sich so viel ich weiß zum Abfassungszeitpunkt noch nicht begegnet aber kurze Zeit später und zwar wenn ich das vielleicht erst mal nur in zwei drei Sätzen ausführen darf in diesem vibrierenden Heidelberger Raum also der umtriebene Mythos Heidelberg spielte für dieses, ich sag jetzt mal, neuschmedianische Junge- vielleicht liberalkonservative Lager um den jungen Koselek und Designen.

00:07:44: Da spielt der Heidelberg eine bedeutende Rolle, eine große Reihe von Intellektuell nicht nur aus dem schmiedianischen Raum sondern auch Vertriebene zurückgekehrte usw.

00:07:53: waren sozusagen allpräsent und für Koseleck als Studierender sehr prägend.

00:08:00: Und nicht zuletzt auch Figuren wie Karl Löwitz und Gardama.

00:08:07: Und Gardama verschafft Jürgen Habermas durch bestimmte Umstände, weil Habermass... Erkennbarerweise in Geneva.

00:08:19: Ein unmittelbar nach der Habilitation, glaube ich ein Extraordinariat in Heidelberg und spätestens in dem Zuge lernen sich Koselek und Habermas genauer kennen.

00:08:30: es findet so einen Koligialer.

00:08:33: von Freundschaft darf man nicht sprechen, glaube ich.

00:08:36: Aber eine kollegiale Annäherung statt und wenn ich das jetzt so in dieser... Also man trifft sich im Familienkreis und so.

00:08:43: es kommt aber relativ schnell zu Überwerfungen unter anderem wegen dieses kleinen Generationen Schifts.

00:08:49: also für Koselek Selbstdarstellung schon als Jüngerer gelehrter muss der Krieg allgegenwärtig gewesen sein.

00:08:57: Und egal mit wem ich heute über Koselek, die ihn selber erlebt haben beobachtet haben seine Schülerinnen und Schüler waren Spreche-Krieg ist eigentlich nicht nur im Werk immer Thema sondern es alt präsent in jeder Konstellation bei Gesprächen Abendrunden usw.

00:09:11: Das ist Habermas wie er mehrfach an verschiedenen Stellen geäußert hat immer aufgestoßen und zwar eben nicht nur aus politischen Gründen ja?

00:09:20: komplex, vielleicht trauma und so weiter relevant.

00:09:23: Und jetzt vielleicht einen Punkt noch in diesem Heidelberger Zusammenhang der Habermas kriegt also ein Extraordinariat und jetzt steht die Abfassung und die Publikation von Strukturwandel der Öffentlichkeit im Raum und wir müssten vielleicht auch über diese Titel ich hatte schon angedeutet noch ein wenig sprechen.

00:09:46: Aber der Umstand, dass Kritik und Krise auch gut Strukturwandel der Öffentlichkeit heißen könnte hat eine inhaltliche Tiefendimension.

00:10:00: mit der Brille auf abend sechzig hingelesen wurde, ist in der meines Erachtens etwas Aufmerksameren und weniger nur historischen stärkerein kontextualistischem und inhaltsfokussiert hermeneutischem Interpretation ein Werk das als Antwort auf Kritik und Krise, als Gegenschrift auf Kritie und Krises verstanden werden kann.

00:10:21: Und so nimmt es vielleicht nicht Wunder dass in dieser Konstellationen, nineteenhundertsechzig, zweiensechtzig in Heidelberg.

00:10:30: Die ihr Paare Habermas und Koselek aufeinandertreffen und Kuselek den Vorwurf gegen Habermass offensiv

00:10:37: erhebt."

00:10:38: Das Strukturwanne der Öffentlichkeit ein Plagiat von Kritik und Krise sein.

00:10:42: Was dafür spricht oder nicht?

00:10:43: Können wir vielleicht noch besprechen.

00:10:45: aber die Konstellations ist ja erst mal dramatisch genug

00:10:49: was sie aber sozusagen eigentlich nur auf das historische Material als solches zutrifft, weil es ja eben tatsächlich tätisch genau dagegen gearbeitet ist.

00:10:58: Ja dem würde ich völlig zustimmen was jedenfalls vieles an Materialen, an Quellenlage angeht.

00:11:10: die Interpretationsrichtung Original-Untertitel von Kritik und Krise ist ja Dualismus.

00:11:19: Und später in der Publikationsfassung wird das im Pathogeniese der bürgerlichen Welt verändert, genau dieser Dualismus den Koselek in Kritik & Krise.

00:11:32: vermutlich müssten wir noch drüber sprechen was Koselek meint was Kritik&Krise eigentlich war als Schrift nicht was Habermas in dieser Rezension behauptet hat Kritik und Krise sei.

00:11:42: Und mit welchen Intentionen er das gemacht hat usw.

00:11:45: Aber dass erst mal an den Rand gestellt liegt eine gewisse Ironie aus meiner Sicht nicht zu übersehende Ironie darin, dass dieser Konflikt, den ich gerade angedeutet habe der zu einem gewissen Zerwürfnis führt.

00:11:59: Das auch glaube ich tiefer reicht als man es in einigen Sätzen andeuten kann aber da habe man sich häufig darüber geäußert kann ich das auch beiseite stellen.

00:12:08: Die nicht zu übersehene Ironie liegt glaube ich daran, dass mit diesem Zerwürfnis zwischen dem nicht mehr ganz so jung Koselek und dem aufstrebenden Superstar der zweiten Generation der kritischen Theorie Frankfurter Schule Jürgen Habermas genau dieser weltanschauliche geschichtsphilosophische Dualismus den Kurselleck in Kritik und Krise kritisiert, wieder aufgerufen wird.

00:12:34: Und er ist dann am Abendbrot-Tisch wenn ich das jetzt mal so zuspitze.

00:12:38: Können wir kurz noch über Hano Kesting sprechen im dritten im Bunde?

00:12:43: Ja es gibt auch noch einen vierten aber da wurde glaube ich völlig zu Recht gesagt Habermas nimmt den als Strohmann in der Original im Merkur erschienenen Rezension wird dieses Buch kurz aufgerufen.

00:12:57: Das hat nichts mit diesem Schmittkreis dieser vibrierenden Heidelberger Zeit, Anfang der fünftiger Jahre zu tun und entsprechend ist dann eben auch in den Wiederveröffentlichungen dieses Rezensionsaufsatzes oder Essays von Jürgen Habermas die dritte Rezension verschwunden.

00:13:20: Und nur noch Reinhard Koselek und Hanno Kesting spielen eine Rolle Wenn ich das vielleicht nochmal einfach ums abzukürzen und etwas mit Assoziationen zu belegen, an den Titeln festmachen darf.

00:13:39: Der Hano Kesting schreibt – ich habe sie auch mal mitgebracht – parallel zu Koselek in Austausch mit Koseleck und mit einem dritten wiederum im Bunde dieser jungen Schmitgeng in Heidelberg nämlich Nikolas Sombard, dem Sohn von DEM Sombart.

00:13:59: Also die alle schreiben an weltbürgerkriegerischen Themen und machen unterschiedliche Arbeiten daraus.

00:14:05: Und die Arbeit von Hanno Kesting erscheint dann eben unter den Titel Geschichtsphilosophie-und Weltbürgercrieg.

00:14:12: Diese Titel sind eigentlich über die Bücher hinweg austauschbar, würde ich jetzt mal etwas zuspitzen.

00:14:16: also könnte auch dieser Titel könnte auf Kritik und Krise stehen und der in meinen Augen erstmal nicht sagen eine Titelkriti oder wenig sagen, eine Titelkritik und Krise könnte auch auf dem Casting stehen.

00:14:27: Und mit dem Sombat verhält sich das noch mal recht eigen.

00:14:30: also die schreiben und arbeiten halt in diesem Kontext.

00:14:35: Zwischen Sombad moderiere ich jetzt mal sozusagen ab.

00:14:39: ja weil das für die Rezension von Habermas auch nur relevant sein soll.

00:14:46: zwischen Casting und Koselek läuft würde ich sagen eine Art historische Arbeitsteilung.

00:14:52: Koselek sagt selbst, er vermisst den Vorraum des Weltbürgerkriegs.

00:14:57: Wie konnte es durch die Bewegung zur Aufklärung hin sagen wir spätes sechzehntes Jahrhundert?

00:15:06: Erster massiver Höhepunkt bei Thomas Hobbes absolute Rationalisierung der Philosophie, individualistisches Weltbild, methodologischer Individualismus, Vertragstheorie also aufkommender Liberalismus gewissermaßen.

00:15:20: Bis hin dann eben zu Kant.

00:15:22: wie kann es in diesem Vorraum der Aufklärung eigentlich zu einer unbeobacht aus Koselex Perspektive unbeoberteten Radikalisierung kommen die die Politik und das Politikverständnis des europäischen Bürgertums, jedenfalls vor allem des kontinentalen Europäischen Bürgartums in einer Art und Weise moralisiert bei der gar nicht mehr auffällt dass diese Moralisierung eigentlich politische Konsequenzen hat.

00:15:48: Also dass die moralischen Ansprüche Gewissheiten und Diskussionsforen eigentlich hochpolitischen Charakter haben, aber als solche gar nicht reflektiert werden.

00:16:01: Also mit Karl-Schmidt gesagt gewissermaßen man hat keinen Begriff des politischen, keine Reflexionsebene des politischem.

00:16:07: Das ist der Vorraum dieses Aufklärungsprozesses von dem Koselek behauptet er mündet in eine gewalttätige Revolution von siebzenneunundachtzig ein.

00:16:19: Und an dieser Stelle möchte ich eben also ich Koseleck stopp machen weil ich ja die Radikalisierungsbedingungen schon erzählt habe.

00:16:26: und der Rest ist jetzt sozusagen eine große... global ausgreifende Terrorgeschichte, die von der französischen Revolution ihre Blutspur über alle Kontinente zieht.

00:16:38: ein

00:16:58: revolutionäres Ereignis zu und das ist kein Zufall, sondern strukturell bedingt.

00:17:04: Das öffentliche Resonement hat daran einen maßgeblichen Anteil.

00:17:09: Ja in aus Koselex Perspektive unbewusster Art eben in der Mangelung von von der bürgerlichen Fähigkeit, sich in politischen Denken zu schulen.

00:17:22: Sich in politisches Denken einzufinden – das sind jetzt nicht meine Überzeugungen, sondern ich versuche gewissermaßen diese Art von Koselex-Perspektive zu reformulieren.

00:17:31: und aus dieser Unbewusstheit heraus ist die Aufklärung als emanzipatorischer Prozesserzählbar.

00:17:41: Aber ihre Schattenseiten, gewissermaßen das wofür Koselek und Design dann als Vertreter der schwarzen Aufklärungsliteratur bekannt sind.

00:17:49: Diese reflexive Ebene kann nicht in Erscheinung treten sie kann nicht bewusst werden.

00:17:54: Und aus dieser unvernunft, unfreiwilligen unbewussten Unvernunft werden die Ungeheuer geboren Der große Terror und anderes mehr.

00:18:01: Deshalb eben strukturelle Gewaltsamkeit aus utopischen unreflektierten Überschüssen einem übermoralisierenden Anspruch und einer Unverträglichkeit dessen, wofür Habermas dann ja eigentlich im Gefolge von Kant und anderen angetreten ist.

00:18:16: Einer Unfähigkeit Politik-und Moraldeckungsgleich zu machen.

00:18:21: Wenn man nur die eine Seite denken kann wenn ich das jetzt mal so zuspitze Dann entstehen halt immer Schlagschatten Und die haben halt aus Koseleks Perspektive gewalttätige Konsequenzen.

00:18:32: Wenn ich an der Stelle aber noch, weil wir den Aufklärungsbegriff jetzt schon im Raum haben, eine andere Assoziation geben darf.

00:18:42: Warum schreibt Habermas abgesehen davon dass er in seiner Habilitationsschrift arbeitet?

00:18:47: Jetzt eigentlich so eine Art engagierte Besprechung vor allem dieser beiden Dessertationsschriften die ihm ja auch Vielleicht hätten egal sein können.

00:18:58: Es gab ja auch einige andere sehr, sehr gute Bücher und so weiter.

00:19:02: Warum springt er da so massiv drauf an?

00:19:04: Das schmiedianische Motiv habe ich schon gesagt.

00:19:07: es gibt aber noch einen anderen Zweig der sich an den Titeln ganz gut festmachen lässt.

00:19:15: warum dieser vordergründlich nicht sehr vielsagene Titel Kritik und Krise?

00:19:20: nun Koselek hat dem Selbstbekenntnis nach Kritik und Krise ursprünglich anders nennen wollen, nämlich Dialektik der Aufklärung.

00:19:28: Und genau das ist ja Kritik- und Krises!

00:19:31: Es ist eine schwarze Dialektick der Aufklarung.

00:19:34: Also die nicht beobachteten, die Negativ-Effekte.

00:19:37: Die unbewussten zur Gewaltsamkeit hinströmenden zum großen Terror eskalierenden Effekte der Aufklärungsehre.

00:19:47: Das sind die, die Koselek hier mit viel verschwörungstheoretischem Unterton, mit schmiedianischen Pathos und anderem mehr beschreibt.

00:19:55: Und dann stellt er eben fest ach Es gibt ja ein Buch dieses Titels schon.

00:20:03: In diesem Zusammenhang ist es dann, finde ich nicht ganz unbedeutend dass der junge Frankfurter Assistent aus heutiger Perspektive als Superstar der zweiten Generation Frankfurterschule und der kritischen Theorie gilt völlig zurecht gilt.

00:20:22: Und damals eben Assistent bei Adorno und Horkheimer war auch in Vielleicht schon mit dem Anspruch, das weiß ich nicht.

00:20:32: Aber in dieser Tradition antritt und sagt wenn da jemand sozusagen aus dem schmiedianischen Lager mit ganz anderer Intention als Horkheimer und Adorno die hatten und mit ganz anderen Intentionen als Ich Habermassi haben könnte antritt Und jetzt eine Dialektik der Aufklärung schreiben will und von einer Pathogenese der bürgerlichen Welt spricht, also als eine Geburt der Moderne oder der Aufklärung aus einem letztlich doch massenpsychologisch nur-als-Krankheit zu deutenden Bild.

00:21:02: Dann ist vielleicht der Pessimismus der ersten Generation der Frankfurter bedient – die ja eben auch keine großen Hoffnungen hatten!

00:21:10: Aber die geschichtsphilosophische Wollte, die Habermas dann mit dem Strukturwandel der Öffentlichkeit betreiben wird und die auf sixty- acht hinlängt.

00:21:21: Diese Hoffnung ist dann abgeräumt und deshalb müssen Casting und Koselleck abgerräumt werden.

00:21:27: Und diese Deutung, diese negativistische Deutungen der Aufklärung.

00:21:31: Hat sich Adorno oder haben sich Adorne Horkeimer dazu geäußert?

00:21:35: Weiß man ob sie da strategisch agiert haben mit Habermas oder wie sich?

00:21:43: das

00:21:44: weiß man wahrscheinlich schon.

00:21:46: ich weiß es nicht gerade also ich müsste da passen.

00:21:49: mir ist das obwohl ich eine weile damit beschäftigt bin nie untergekommen.

00:21:55: und in der zeit in der habermas diese rezension schreibt ist er ja gefühlt und geistes Frankfurter, aber kein Orts-Frankfurter.

00:22:04: Wenn ich das mal so zuspitzen darf, sondern eben der Heidelberger Raum, der wahrscheinlich ja auch sehr anstrengend war.

00:22:10: Erste Berufung ist unglaublich jung!

00:22:13: Er ist gefragt, er ist politisch engagiert.

00:22:16: Er changiert vermutlich noch zwischen Journalismus und Wissenschaftsbetrieb und er ist jetzt in einem äußerst widersprüchlichen Umfeld in Heidelberg.

00:22:26: also Sehr schön, sehr warm.

00:22:28: Neuerdings sehr amerikanisch aber überall laufen Altnazis rum und dann laufen jetzt aber auch diese brillanten jungen Köpfe um wie Koselek Wiedern der aus England zurückkommt und kurz danach erst mal ebenfalls auf einen Wiehabermas übrigens auch auf ein politikwissenschaftlichen Lehrstuhl berufen wird und kurzweilig aber eben in Heidelberg ist.

00:22:52: Und die ganze Szene ändert sich jetzt noch, vielleicht ein letzter Punkt dazu der aber bedeutend glaube ich es für unser Thema, nämlich der Koselek auf den Habermas, dann trifft in Heideberg nicht mehr der Kuselek Anfang der fünftiger Jahre sondern Koselek ist jetzt aufgesprungen auf einen sehr modernen sozialgeschichtlichen Zug, der mit dem Namen Konze verbunden ist.

00:23:20: Und Konze ist der große drittmittelstrittenzieher, der dann gewissermaßen mit seiner ganzen Macht und mit seiner avancierten Sozialgeschichte... das Projekt der geschichtlichen Grundbegriffe auf den Weg bringt.

00:23:33: Und diese Konzeption der geschichtlichen Grundbegreifer, die würde ich wiederum durchaus als eine semantologische Gegenströmung zu dieser spezifischen Frankfurter Art politischer Philosophie und kritischer Theorie zu betreiben, betrachten?

00:23:49: Die aber dann eben wirklich nicht mehr genuinen schmittianisch ist.

00:23:52: Nein!

00:23:52: Man könnte sagen habe maß... Also Casting ist derjenige, den nicht ankommen wird.

00:23:57: Wenn ich das richtig sehe, ist seine ganze Akademische Biografie eine Unglückszusammenheit und er stirbt dann sehr jung oder relativ jung.

00:24:08: Er verkämpft sich auch, nimmt alles zu ernst.

00:24:11: Wohin gegen Koshelek eben die Karriere gelingt?

00:24:15: Vielleicht nicht ganz so strahlend wie Habermas aber vielleicht doch!

00:24:19: Ja, je nachdem wie man das halt ansiedelt.

00:24:21: Also Koselle kriegt halt den Purlimerit nicht.

00:24:24: Der Habermas in der Friedensklasse wenigstens verliehen wurde kürzlich.

00:24:28: aber trotzdem beobachten wir jetzt hier eine intellektuelle akademische Etablierung und Konsolidierung einer anderen Variante einer sich selbst findenen Variante von Bundesrepublik und für die spielt Koselek zunehmend ja auch eine Rolle.

00:24:49: Also Bielefeld ist noch nicht Bielefield, aber das steht ja sozusagen auch mit dem Projekt der geschichtlichen Grundbegriffe jetzt vor der Tür.

00:24:57: Luhmann läuft sich warm und andere.

00:24:59: also wir bekommen jetzt sozusagen einen anderen Drive in die Sache selbst wenn wir aben sechzig NICHT in den Raum mitstellen.

00:25:07: Die intellektuelle Sphäre der jungen Bundesrepublik ändert sich.

00:25:12: Und an einer Stelle würde ich nur einen Einspruch machen, aber das würde uns zu weit... also wir das nicht ausführen weil uns das zu weit wegführte von der Rezension von Habermas.

00:25:22: Aber es ist für eine Gemeinsamkeit der beiden.

00:25:25: Also Koselek-Habermas doch wichtig!

00:25:28: Ich würde bestreiten dass die geschichtlichen Grundbegriffe kein genuinsch-medianisches Projekt sind.

00:25:34: Doch das sind sie, aber das würde uns zu weit führen.

00:25:37: der Zusammenhang ist für oder für uns bedeutende Zusammenhang es glaube ich ein anderer nämlich wir haben's hier im Hintergrund natürlich mit dem Linguistik Törn zu tun also all diese jungen sich etablierenden Stars die jetzt auf Professuren rücken und das bundesrepublikanische akademische Programm orchestrieren sind Kommunikationstheoretiker.

00:26:02: Der Koselek macht das mit der historischen Semantik... Der Habermas macht das zunächst mit den Diskursräumen.

00:26:09: Das Strukturwannitz der Öffentlichkeit geht dann aber in die bekannte kommunikationsteoretische Handlungssoziologie rein, die in den berühmten Zwei-Bänden gipfelt und eine Diskursethik begründet.

00:26:25: Und Luhmann baut ne ganz andere Art von Kommunikationstheorie also dieses Thementheorie und da könnten wir jetzt noch viele anderen nennen.

00:26:31: Also gewissermaßen... Die Fokussierung ändert sich jetzt, die inhaltliche Fokusierung.

00:26:36: Die methodologische Orientierung und die methodologischen Orientierung von Koselek bleibt eigentlich durchgehend... darf ich sagen?

00:26:48: Ich meine es aber nicht überkritisch auch wenn ich das vielleicht kritisch meinen sollte, bleibt letztlich schmiedianisch infiziert.

00:26:56: denn der Begriffswandel den Koselek beobachtet bleibt in dieser Grundkonstellation, ich achte auf die Konfrontationslogiken von Sprache auch und insbesondere im Aufklärungszeitalter gefangen.

00:27:13: Wohin gegen Habermas ja auf Sprachlogik- und Kommunikationslogik im Austausch, im Diskurs abhebt und dort Aufklärungshoffnungen vermutet?

00:27:26: durch den Diskurs, durch den Konsens Prozess des Austausches, wohingegen für Koselek Sprache, Semantik immer eine Form des politischen Kampfes bleibt.

00:27:38: Und wenn man das jetzt vielleicht einmal noch anderweitig zuspitzt und auf die Rezension von Habermas, jedenfalls den Koselekteil der Rezention von Habermas zurückkommt dann haben wir ja noch ein weiteres Phänomen an einer Stelle schlägt Haberme an einer frühen Stelle das Text ist Werden einige Gewehrsleute aufgerufen.

00:27:56: Schlägt Habermas eigentlich richtig drauf und gibt zu erkennen, was ihn damals ... Er konnte ja nicht wissen, wovon er war.

00:28:03: Oder er wusste auch noch nicht wie sein Strukturwander der Öffentlichkeit als Publikationsprojekt ankommt oder sowas.

00:28:08: Sondern wir sind halt im Jahr neunzehnt sechzig oder neunsunddreinfünfzig in Heidelberg.

00:28:15: Er schlägt rauf und gibt zu erkennen, was sein eigentliches Problem ist.

00:28:17: Er wirft das Stichwort Anthropologie in den Raum und er beobachtet hier etwas, dass sich im Nachhinein... Also es ein sehr genauer Leser, er formuliert polemisch aber er kann brillant und präzise lesen und weiß die Spuren und die Stichworte aufzunehmen.

00:28:33: Und er sieht, dass die gesamte Geschichtstheorie- und Geschichtsphilosophiekritik die Koselek hier aufruft eigentlich einen anthropologischen Untergrund hat.

00:28:44: Und jetzt wird Habermas zurecht.

00:28:47: kritisch und furchtsam, weil er merkt... Also Anthropologie kann man ja in vielerlei Hinsicht kritisch lesen.

00:28:53: Aber die philosophische Anthropologie, die kulturelle Anthropologei und die politische Anthrologei mit der Habermas Akademisch sehr vertraut ist zum damaligen Zeitpunkt über seine Dissertation, über verschiedene berufliche Tätigkeiten.

00:29:07: Genau!

00:29:08: Der ist sozusagen weiteres weißer Elefant im Raum, aber jetzt im Text dann an späterer Stelle neben anderen auch genannt wird.

00:29:18: Und der Habermas sieht etwas, von dem ich ehrlich gesagt nicht sicher bin ob Koselek das zu seiner Zeit auch so empfunden hat und sich selber so interpretiert hat.

00:29:28: aber er ... Der Habermass sieht etwas was im späteren Werk von Koselec eine unglaubliche Bedeutung einnehmen wird nämlich dass Koselex historik seine Theorie der Geschichte und der Geschichtlichkeit, und der geschichtlichen Veränderung.

00:29:43: Der Möglichkeitenbedingungen das Geschichte als Kollektivsingular auch als Beruf?

00:29:51: Als etwas dass wir machen können und dem wir nicht nur ausgeliefert sind, dass wir als Geschichten aneinandergereit erzählen können usw.

00:29:58: Dass dieser Kollektivsingular Geschichte eine Möglichkeitenbedingung hat, die Koselek anthropologisch fundiert.

00:30:05: Anthropologisch heißt was eint uns alle neben der Gebundenheit in Geschichte?

00:30:11: Wir werden geboren, wir sterben, wir können einander umbringen, wir kann erkranken, wir müssen zwischen Feuer- und Nachher unterscheiden und wir können dieses Feuer nicht zurück auch wenn wir das denken können.

00:30:22: Also dieser ganze Kosmos von Geschichtlichkeit, Zeitlichkeit auch Vorstellungskraft über die Utopien.

00:30:32: Die noch nicht Orte, die Traumorte in der französischen Revolution und der Aufklärungsliteratur in eine Rolle spielen

00:30:37: usw.,

00:30:38: haben bei Koselek ein gewisses anthropologisches Fundament mit Am damals von Koselek auch im Austausch mit Karl Schmidt noch anders genannten weiteren Weißen, in dem Fall braun Elefant im Raum Heidegas-Ontologie.

00:30:58: Die ist die ganze Zeit sozusagen bei Koselec mitlaufend.

00:31:03: der junge sehr junge Habermas verdient sich ja seine ersten öffentlichen Meriten mit einem Totalverriss, mit einer total Kritik über Heidegger.

00:31:14: Und der junge Koselek als er Schmidt kennenlernt in Heidelberg Anfang der fünftiger Jahre konturiert sein Projekt Kritik und Krise die ganze Zeit über den Terminus Ontologie und Ontisch

00:31:26: etc.,

00:31:27: dahinter stecken aber letztlich anthropologische Dimensionen.

00:31:32: Habermas, der eine andere Sprache, eine andere Theorie-Sprache, Methodensprache schon pflegt.

00:31:37: Sieht das sofort und beschreibt es in dieser Rezension ziemlich ausführlich was das bedeuten könnte wenn jetzt auch im Brillante aufstreben die junge Köpfe vielleicht sogar eben aus einem schmiedianischen Lager man weiß es ja nicht so genau aber Habermass gibt uns zu verstehen.

00:31:54: mit dem letzten Satz immerhin sind wir dankbar von so gescheiten Leuten zu erfahren wie Karl Schmidt die heutige Lage beurteilt.

00:32:02: Also der Satz ist aus den späteren Fassungen dieser Rezension, aus den späteren Publikationsschichten von Habermas Rezensionsesser gestrichen worden.

00:32:11: Er hat sich auch dazu geäußert warum er das gemacht hat.

00:32:13: vielleicht haben wir noch die Gelegenheit dazu.

00:32:15: aber sozusagen Habermaz setzt Koselek ein für allemal und von Koselek nie wieder revidierbar auf dieses Gleis des Schmidtianismus.

00:32:28: In dieser Konstellation ist Habermas Befürchtung, eben wenn diese brillanten Köpfe jetzt gewissermaßen anthropologisch denken, schmiedianisch denken und so weiter.

00:32:38: Wo sind denn wirklich die Lerneffekte?

00:32:40: Und die Abgrenzungseffekte zu einer Rassenantropologie?

00:32:44: Ich will das so fokussieren!

00:32:46: Nicht weil Habermaskoselle Krasismus unterstellt.

00:32:50: Das ist nirgends der Fall... vielleicht unterschwellig, das kann ich nie einschätzen.

00:32:54: Aber das lese ich da nicht raus.

00:32:57: Aber

00:32:57: die Frage... Man würde dann sagen, die anthropologischen Gegebenheiten und Begrenzungen schaffen einen Rahmen über den man auch nicht hinauskommen kann.

00:33:07: Und es ist ja eine Hoffnung dieser Kommunikationstheorie zu sagen, da gibt es ein Potenzial, dass das transcendieren kann?

00:33:14: Ja!

00:33:15: Und gehlen wenn man das mit einem Satz Ich bin kein Gehlen-Spezialist, weiß Gott nicht.

00:33:20: Aber wenn man dann Habermas Befürchtung in diesem Kontext, der uns jetzt hier interessiert einmal fokussieren will, dann haben wir mit Geheln und... Schelski und anderen hier auch eine institutionelle Konstellation aufgerufen, in der ein in Dortmund konkurrierendes Institut für Sozialforschung gegründet wurde.

00:33:40: Das ist so eine Art Drehtür für Altnazis- und Edennazis eingerichtet hat, spezifisch anthropologische Grundlagen hat, Habermas sieht das ganz genau Und beispielsweise eben Hanno Kesting heuert da als junger wissenschaftlicher Mitarbeiter an, nachdem er aus Heidelberg weggeht und einige andere finden sich da auch ein.

00:34:02: Also das sind sozusagen – ich spitz es jetzt mal zu – das sind weltbürgerische Zusammenhänge.

00:34:10: Wenn man diesen Terminus und das was dahinter als potenzielle Kampfansage und nicht nur als intellektuelle Kritik steckt dann könnte einem ja mulmig werden.

00:34:21: Denn vielleicht, wir wissen das ja nicht, meinen die das Ernst?

00:34:25: Dass sie sich bedroht fühlen und dass die vielleicht selber auch drohen – das wissen wir doch nicht!

00:34:31: Und in dieser Konstellation kriegt das Ganze eben nochmal finde ich ein etwas stärkeres politisches Gewicht wenn man ohne viel Bosheit zumindestens erst mal den Verdacht äußert Konfliktorientierung in der Analyse, die Cosellec und Design vermeintlich mit His Master oder Ser Masters Voice, also Marionetten am Gängelband von Karl Schmidt usw.

00:35:01: formulieren dass diese Konflikte Orientierung, die dem Habermaschen Konsens und das Kursmodell wie wir es dann später kennen usw.

00:35:11: massiv entgegen steht dass die ernst gemeint sein könnte.

00:35:15: Dann versteht sich vielleicht irgendwie dieser Impuls auch möglichst früh jetzt einmal drauf zu hauen damit alle hinschauen deutlicher und so viel ich weiß, darüber könnten sie aber natürlich viel genaueres sagen.

00:35:30: So für ich aus der Literatur weiß gibt es ja eine sehr viel härtere Fassung nochmal dieser Rezension die dann aber bei ihnen nicht veröffentlicht wurde sondern Halbermas musste die sozusagen noch entschärfen.

00:35:41: Und wenn das was wir hier vorliegen haben die entschälfte Variante ist Dann würde ich sehr gerne halt das Original mal lesen Aber das meines Wissens bisher nicht gefunden worden wohin gegen die späteren Schichten vielleicht noch thematisierungswürdig sind.

00:35:53: Die sind nämlich, finde ich sehr interessant.

00:35:55: Titel ändern sich, Inhalte ändern sich und so weiter.

00:35:58: Leider ist das Redaktionsarchiv dieser Jahre schon in Marbach aber wir werden es versuchen nur auszugraben.

00:36:06: Vielen Dank für das Gespräch.

00:36:08: Ausgesprochen interessant!

00:36:10: Ich danke.

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